Siedendolsleben

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schönundwider

 Druckerei Siedendolsleben // 29413 Dähre // OT Siedendolsleben 3

Wir bitten alle Gäste die notwendigen Vorkehrungen im Rahmen der behördlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten.
Vielen Dank!

Ausstellungen (Sa. &  So.11-18 Uhr)

CARL VETTER Landschaftsbanner

KERSTIN SCHNEGGENBURGER Lichtobjekte

JOSEF WALDOW Unikatbücher

Programm

Landschaftsbanner von CARL VETTER

Die Lichtobjekte von K.Schneggenburger greifen die (uralte) Schiffssymbolik auf.

„….Sie lieben nur verfaulte Planken/ Ihr Schiff, das keine Heimat hat./ O Himmel, strahlender Azur! / Enormer Wind, die Segel bläh!…Sie würden nur zum Himmel fahren/ wenn man dort Schiffe fahren läßt.“(B.Brecht,“Ballade von den Seeräubern“)
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Zwei seltsame Unikatbücher von JOSEF WALDOW (Buchbindearbeiten wiederum Kerstin Schneggenburger)
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1) Eine Übersetzung des „Dschungelbuchs“ in den Jargon des Großstadtdschungels (also das Berlinerische). Illustriert mit einer neuartigen Pinselzeichentechnik in der ein destruktiver Zufallsgenerator mitwirkt und Teile der Zeichnung entstellt, zerstört oder skelettartig zurücknimmt. Gebunden in scharlachrotes Maroquin.
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2) Ein 7m langes „Leporello“ (Faltbuch) „Das Ende der Kürbiszeit“, eine fotografierte Bildergeschichte:
Der Kürbis, wie bekannt ein sehr anthropomorphes Gemüse, steht im Brennpunkt des Geschehens. Eine junge Dame in Trauerkleidung (Nemesis?) schneidet mit spitzem Küchenmesser eine Scheibe heraus und verschlingt sie. Der unglückliche verbliebene Rest des Pausbackengesichts macht einen Verfallsprozeß durch von der verzerrten schiefen Fresse bis zum zahnlos krötigen Greisengesicht. Wo der Scherz aufhört und die ernstgemeinte Allegorie bzw. Symbolik anfängt, bleibt der Mutmaßung des Recipienten überlassen.

Programm

Salatbar ab 12 Uhr
Kaffee & Kuchen, vegane Torten ab 14.30 Uhr
Knotenwelt, Susann Haß
Makrameeschmuck mit Edelsteinen und NaturmaterialienGartenkräuter, Gartenbäume, Wilfried Heimbeck,

Büchertisch, Ossietzky Verlag

Samstag

12 und 14 Uhr

Führung in der Druckerei
18 Uhr
Bratwurst und Grillkäse

19 Uhr
GÜNTER KANIA (Vortrag), VOLKER BUCK (Musik)
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Flower Power“ und das Silicon Valley: Auf dem Hippie-Trail in die Cyber-Welt von Google & Co. bis hinein in die Corona-Krise
Vortrag mit Musik
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Allgemein gilt das legendäre dreitägige Woodstock-Konzert im August 1969 mit über 400.000 Besuchern als das Ende der Hippie-Bewegung. Doch in Wirklichkeit haben die libertären Hippie-Ideen und Erfindungen in der Folge die ganze sogenannte westliche Welt (und weit darüber hinaus) grundsätzlich verändert. Der Vortrag verfolgt die Spuren von „Flower Power“ in San Franciscos Künstlerviertel Haight-Asbury in den „revolutionären“ 1960er Jahren („Summer of Love“ und Vietnamkrieg) bis in das heutige Silicon Valley und erklärt, weshalb Kalifornien der einflussreichste und mächtigste Digitalwirtschafts- und Ökologie-Staat der Welt wurde. Es wird aufgezeigt, wie die Hippie-Bewegung auf der Basis der „Bewusstseinserweiterung“ durch radikale Gesellschaftsutopien, Pop-Musik und Drogenkonsum auch die technologischen Entwicklungen von PC, iPhone, Digitalisierung und Cyber-Space erst möglich gemacht hat. Sie hat damit die Google-, facebook-, airbnb-, usw.-Ökonomie, aber auch die „zivilgesellschaftlichen“ Bewegungen, wie Friedens- und Ökologiebewegung, ermöglicht und in besonderer Weise geprägt. Sie prägt uns bis heute, sogar bis hinein in die neuen Lebenswirklichkeiten der weltweiten „Corona-Krise“. Der Vortrag wird durch Live-Musik (u. a. von Bob Dylan, Beatles u. v. a.) ergänzt, die Sie in die Zeit des internationalen jugendkulturellen („bewusstseinserweiternden“) Aufbruchs und der damit verbundenen „alternativen“ Lebensformen und Gesellschaftsutopien versetzt, die zwar vielfache und diverse Realität geworden, aber durch „Corona“ auch gefährdet sind.

Lichtkunst im Hof

Sonntag

Musikalische Unterhaltung zu Kaffee und Kuchen
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12 und 14 Uhr
Führung in der Druckerei

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